Eröffnung der „Galerie Pavel Miguel“ in Karlsruhe – Kunst als Begegnung und Bewegung
Mit großer Resonanz und bewegenden Worten wurde am Freitagabend die „Galerie Pavel Miguel“ in der Kaiserstraße 53 in Karlsruhe eröffnet. Schon pünktlich um 18 Uhr drängten sich zahlreiche Gäste in den neuen Räumen – ein deutliches Zeichen für das enorme Interesse an der Kunst und Persönlichkeit des in Kuba geborenen und in Berghausen lebenden Künstlers Pavel Miguel Jiménez Alfonso, den viele schlicht „Pablo“ nennen.
Die Eröffnung wurde von Anton Goll, Promotor und Wegbegleiter des Künstlers, mit einer herzlichen Begrüßung eingeleitet. In seiner Ansprache betonte Goll, dass es sich bei der neuen Galerie „nicht einfach um einen Ausstellungsraum, sondern um ein Experiment, eine Bühne und ein lebendiges Atelier mitten in der Stadt“ handle – einen Ort, „an dem die Werke atmen, die Besucher nachdenken, und Pavel gelegentlich neue Nägel einschlägt.“
Er würdigte den Mut des Künstlers, einen Raum zu schaffen, „in dem Kunst sich verändert – im Dialog mit den Menschen“. Die Galerie sei, so Goll, „ein Ort der konzentrierten Unruhe“, ein Raum der Energie und Begegnung. Sein Dank galt insbesondere Sven Fleischmann, der den Raum zur Verfügung stellte, sowie Sabine Goll, die mit großem Engagement die Raumgestaltung, Organisation und Hängung übernahm.
Ein besonderer Höhepunkt des Abends war das Grußwort von Dr. Albert Käuflein, Kulturbürgermeister der Stadt Karlsruhe. In seiner Rede hob er Pavels beeindruckenden künstlerischen Werdegang hervor – „vom karibischen Meer an die Pfinz, vom Kajakfahren in Kuba nach Berghausen bei Karlsruhe“ – und bezeichnete die neue Galerie als „großen Gewinn für unsere Stadt“. Käuflein ordnete die Galerie in den lebendigen Kontext der Karlsruher Kunstlandschaft ein, die sich rund um das ehemalige Dörfle mit Orten wie dem BBK-Künstlerhaus, der Kulturküche, dem Studio Hö oder der GEDOK zu einem kreativen Quartier entwickelt habe:
„Ein kleines Karlsruher Montmartre – und Pavels Galerie ist ein kraftvoller Mosaikstein in diesem vielstimmigen Gefüge.“ Die anschließende Einführung in das Werk des Künstlers übernahm Dr. Wolfgang Wegner, Germanist, Buchautor und Kenner der Karlsruher Kunstszene. Er führte das Publikum mit klugen Beobachtungen und tiefem Verständnis näher an Pavels künstlerische Sprache, die geprägt ist von Materialvielfalt, existenziellen Themen und expressiver Energie.
Kunst, Begegnung und Atmosphäre. Die Galerie selbst beeindruckt durch ihren klaren Zuschnitt: Skulpturen auf Sockeln, großformatige Wandobjekte und monumentale Holzreliefs bilden eine harmonische, spannungsreiche Einheit. Die Lichtführung und Hängung zeugen von hohem ästhetischem Gespür – eine Leistung, die dem Galerieteam zu verdanken ist, welches die gesamte Präsentation in kürzester Zeit realisierte.
Die Atmosphäre des Abends war geprägt von Offenheit, Freude und internationalem Flair. Spanische Gitarrenklänge von Ritschi Ricardo, feiner Serrano-Schinken von der Keule, frisches Baguette und edler Rioja begleiteten die Gespräche zwischen Künstlern, Sammlern und Freunden der Kunst. Schon am Eröffnungsabend wurden mehrere Werke verkauft – ein starkes Zeichen für das große Interesse an Pavels Arbeit und die Ausstrahlung der neuen Galerie. Viele Besucher kündigten an, bald wiederzukommen.
Ein neuer Ort für die Kunst in Karlsruhe
Mit der Galerie Pavel Miguel ist in der Karlsruher Kaiserstraße ein neuer, inspirierender Ort entstanden – ein Raum, der Kunst und Menschen verbindet, Diskussionen anregt und die Innenstadt kulturell bereichert. Wie Anton Goll es in seiner Rede formulierte: „Diese Galerie ist mehr als eine Adresse. Sie ist ein Versprechen – an den Künstler, an uns, an die Stadt. Ein Ort, an dem Kunst neu beginnen darf.“



